Chapter 1

Episode 1

아버지가 남긴 빚 독촉에 시달리던 '윤서'는 어느 밤, 자신을 부른 재벌 3세 회장 '서이한'에게서 한 장의 계약서를 건네받는다. 1년간 약혼녀를 연기하면 빚을 전부 갚아 주겠다는 조건. 표정 하나 없는 그의 눈빛이 서늘했지만, 윤서는 펜을 들었다. 가짜 약혼이 거듭될수록 이한은 자신을 조금도 두려워하지 않는 윤서에게 처음으로 균열을 느끼고, 윤서는 냉혹한 줄로만 알았던 그가 밤마다 홀로 무너지는 모습을 목격한다. "계약서에 적힌 건 약혼이지, 네 마음이 아니야." 그렇게 선을 긋던 이한이 먼저 흔들리기 시작할 때, 후계 다툼의 칼날이 윤서의 과거를 겨누고 누군가 계약서의 존재를 이사회에 흘린다. 위약금보다 무서운 진심 앞에서, 두 사람의 거짓 약혼은 돌이킬 수 없는 밤을 맞는다.

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Episode 1

Der Geruch von billigem Desinfektionsmittel und abgestandenem Zigarettenrauch hing schwer in der Luft. Ich schob die Aktenmappe fester unter meinen Arm, die spitzen Ecken gruben sich in meine Rippen. Wieder einmal hatte Herr Kim, der Vermieter meines verstorbenen Vaters, mich mit der Drohung konfrontiert, dass mein kleines Apartment bald nicht mehr meines sein würde. „Noch eine Woche, Yunseo! Dann ist Schluss mit lustig!“ Seine Worte hallten in meinen Ohren nach, und ich spürte, wie sich die vertraute Übelkeit in meinem Magen zusammenzog. Vater. Seine Schulden. Sein Vermächtnis, das mich wie ein Leichentuch umhüllte.

Ich schloss die Augen und versuchte, die eisigen Finger der Verzweiflung zu ignorieren, die sich um mein Herz legten. Seit dem Tod meines Vaters vor einem Jahr war es ein ständiger Kampf. Die Sparkasse, die Kredithaie, die Nachbarn, die ihre Mietzahlungen einforderden. Ich arbeitete Tag und Nacht, als Angestellte in einer kleinen Anwaltskanzlei, und jede freie Minute nutzte ich, um die drückende Last zu verringern. Doch es war, als würde man gegen einen Tsunami ankämpfen.

Ein schrilles Klingeln riss mich aus meinen Gedanken. Mein Handy. Ich zögerte, bevor ich es herauszog. Die unbekannte Nummer ließ meine Hand leicht zittern. Wer konnte das sein? Eine weitere Mahnung? Ein weiterer besorgter Freund meiner Mutter, der nachfragte, wie es mir ginge, nur um mir dann subtil mitzuteilen, dass er wüsste, wie angespannt meine finanzielle Lage sei?

„Yunseo hier.“ Meine Stimme klang dünner, als ich beabsichtigt hatte.

Eine tiefe, ruhige Stimme antwortete, die ich nicht erkannte. „Miss Yunseo. Ich bin Lee Ji-hoon, persönlicher Assistent von Chairman Seo Yi-han. Chairman Seo wünscht Sie zu sprechen. Dringend.“

Chairman Seo Yi-han. Der Name traf mich wie ein Schlag. Der Enkel des Gründers von Hanseong Group, einem der größten Konglomerate Südkoreas. Ein Mann, dessen Gesicht ich nur aus den Hochglanzmagazinen kannte, meist umgeben von einer Aura von Macht und Unnahbarkeit. Was wollte ein Mann wie er von mir, einer einfachen Angestellten, die kaum genug Geld für die nächste Miete hatte?

„Chairman Seo? Warum?“ Ich presste die Lippen zusammen. Misstrauen mischte sich mit einer aufkeimenden, gefährlichen Hoffnung.

„Das wird er Ihnen persönlich erklären. Er erwartet Sie heute Abend um zehn Uhr in seinem Penthouse in Gangnam. Die Adresse wird Ihnen in Kürze per SMS zugesandt. Seien Sie pünktlich.“ Die Verbindung wurde getrennt, bevor ich etwas erwidern konnte.

Gangnam. Zehn Uhr abends. Mein Herz pochte wie wild. Die Vorstellung, in die Welt der Superreichen einzutreten, war beängstigend und gleichzeitig seltsam faszinierend. Aber es war auch absurd. Was konnte ich ihm schon bieten?

Die SMS kam, wie angekündigt. Eine präzise Adresse, keine weiteren Erklärungen. Ich verließ die Kanzlei, die Gedanken kreisten. Die Sonne war bereits untergegangen und tauchte die belebten Straßen von Seoul in ein Meer aus Neonlichtern. Die Luft war erfüllt vom Lärm des Verkehrs und dem Gemurmel tausender Stimmen. Doch in meinem Inneren herrschte eine beunruhigende Stille.

Das Penthouse war genau so luxuriös, wie ich es mir vorgestellt hatte. Eine riesige Glasfront bot einen atemberaubenden Blick auf die Lichter der Stadt. Der Empfangsbereich war minimalistisch und elegant eingerichtet, alles strahlte eine Aura von unaufdringlichem Reichtum aus. Eine makellose Butlerin führte mich zu einer doppelten Holztür, hinter der sich ein geräumiges Arbeitszimmer verbarg.

Und da saß er. Seo Yi-han.

Er saß hinter einem riesigen Schreibtisch aus dunklem Holz, seine Silhouette war von dem sanften Licht einer Schreibtischlampe beleuchtet. Seine Haare waren dunkel und ordentlich zurückgekämmt, seine Gesichtszüge waren scharf und markant, wie aus Marmor gemeißelt. Er trug einen perfekt sitzenden, dunklen Anzug, der seine imposante Statur noch unterstrich. Seine Augen, als er mich ansah, waren von einem tiefen, unergründlichen Blau, und sie schienen alles in mir zu durchdringen. Es war ein Blick, der keine Wärme, keine Emotion, nur eine kühle, analytische Präsenz enthielt.

Er deutete auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. „Setzen Sie sich, Miss Yunseo.“ Seine Stimme war tief und resonierte in dem stillen Raum. Sie trug die gleiche unnahbare Kühle wie sein Blick.

Ich setzte mich, meine Hände fest in meinem Schoß verschränkt. Ich versuchte, meinen Blick aufrecht zu halten, mich nicht von seiner Präsenz einschüchtern zu lassen. „Chairman Seo. Danke, dass Sie mich empfangen haben.“

Er lehnte sich zurück und betrachtete mich einen Moment lang schweigend. Es war kein wohlwollendes Betrachten, eher ein Scannen. „Sie fragen sich sicher, warum ich Sie hierher bestellt habe.“

„Ja, das tue ich.“ Ich spürte, wie meine Nerven blank lagen.

Er stand auf und ging zu dem riesigen Fenster, blickte hinaus auf die schlafende Stadt. „Ich habe Ihre Situation recherchiert, Miss Yunseo. Die Schulden Ihres Vaters. Der Druck, unter dem Sie stehen.“ Seine Worte waren sachlich, fast klinisch.

Meine Wangen glühten. Es war demütigend, dass er meine peinlichste Schwäche kannte. „Das… das geht Sie nichts an.“

Ein leichtes Lächeln, das seine Lippen kaum kräuselte, erschien. „Oh, aber das tut es. Denn ich habe ein Angebot für Sie. Ein Angebot, das Ihre Probleme lösen kann.“

Er ging zurück zu seinem Schreibtisch und zog eine Mappe hervor, die er mir überreichte. Es war ein Vertrag. Dick und mit vielen Paragraphen. Mein Herz begann schneller zu schlagen.

„Was ist das?“ fragte ich, obwohl ich es bereits ahnte.

„Ein Vertrag“, sagte er schlicht. „Ein Vertrag, der Ihre Schulden begleicht. Sämtliche. Sofort.“

Ich starrte ihn an, unfähig zu sprechen. Meine Gedanken rasten. Das war zu gut, um wahr zu sein. „Was… was verlangen Sie dafür?“

Sein Blick wurde wieder ernst. „Sie werden meine Verlobte. Für ein Jahr.“

Die Worte trafen mich wie ein Blitz. Ich starrte ihn an, mein Mund stand offen. „Was? Verlobte? Das ist doch lächerlich! Ich kenne Sie kaum!“

„Das ist der Preis, Miss Yunseo. Sie spielen die Rolle der Verlobten für ein Jahr. Sie begleiten mich zu einigen Veranstaltungen, Sie tun so, als wären Sie verliebt. Und im Gegenzug sind Ihre Schulden weg. Für immer.“ Er sprach, als würde er über das Wetter sprechen.

Ich schüttelte den Kopf. „Das geht nicht. Ich kann das nicht tun. Ich bin keine Schauspielerin. Und ich fühle nichts für Sie.“

Sein Blick verfinsterte sich leicht. „Gefühle sind irrelevant, Miss Yunseo. Es ist ein Vertrag. Ein Geschäft. Sie brauchen das Geld, ich brauche eine Verlobte. Für ein Jahr.“

Die Verzweiflung kämpfte mit meinem Stolz. Ein Jahr. Nur ein Jahr, um meine Schulden loszuwerden. Mein Vater. Sein Erbe. Ich sah sein Gesicht vor mir, seine Sorgenfalten. Ich sah Herrn Kim, seine hasserfüllten Augen.

„Es ist nur ein Jahr“, wiederholte er, als hätte er meine Gedanken gelesen. „Danach sind wir beide frei. Ohne Schulden. Ohne Verpflichtungen.“

Ich nahm den Vertrag. Meine Finger strichen über die glatte Oberfläche. „Und wenn ich ablehne?“

„Dann müssen Sie sich selbst um Ihre Angelegenheiten kümmern.“ Seine Stimme war kalt und schnitt durch die Stille. „Ich habe gesehen, dass Sie es bereits schwer genug haben.“

Ich blickte auf die Summe, die unter meinen Namen als Schuldenschuld aufgeführt war. Es war eine astronomische Zahl. Unmöglich für mich, sie jemals zu begleichen. Ein Jahr. Nur ein Jahr, um diesem Albtraum zu entkommen. Ich schloss die Augen. Mein Vater. Seine Augen.

Ich öffnete sie wieder und sah ihn an. Sein Gesicht war ausdruckslos, aber in seinen Augen lag etwas, das ich nicht deuten konnte. Eine Art… Erwartung? Oder war es Neugier?

„Ich nehme an“, sagte ich mit fester Stimme, obwohl mein Herz in meiner Brust hämmerte. „Aber nur unter meinen Bedingungen.“

Ein Anflug von Überraschung huschte über sein Gesicht, verschwand aber so schnell, wie er gekommen war. „Nennen Sie sie.“

„Erstens: Sie greifen nicht in mein Leben ein, solange wir nicht zusammen sind. Zweitens: Sie werden mich nicht öffentlich bloßstellen. Drittens: Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Keine Nachfragen, kein Kontakt.“ Ich blickte ihm direkt in die Augen. „Und viertens: Sie… Sie werden mir keine Befehle erteilen, als wäre ich Ihr Eigentum.“

Er lachte leise, ein trockenes, kernloses Geräusch. „Befehle erteilen? Miss Yunseo, ich bin kein Tyrann. Aber ich erwarte Gehorsam, wenn es um die Erfüllung des Vertrags geht. Und ja, die Bedingungen sind akzeptabel.“ Er reichte mir einen Stift. „Unterschreiben Sie.“

Ich zögerte einen Moment, dann nahm ich den Stift. Meine Hand zitterte leicht, als ich meinen Namen unter die Zeilen schrieb. Yunseo. Ein Name, der nun an einen Mann gebunden war, den ich kaum kannte, in einem Arrangement, das so unwirklich war, dass es mich schwindeln ließ.

Als ich den Stift niederlegte, sah er mich an. Sein Blick war intensiver geworden, fast schon… besitzergreifend. „Willkommen, meine zukünftige Verlobte.“

Ich stand auf. „Ich glaube, ich sollte gehen.“

Er nickte. „Ein Fahrer wird Sie nach Hause bringen. Und ich werde dafür sorgen, dass Ihre Schulden noch heute Nacht beglichen werden.“ Dann fügte er hinzu, mit einem fast unmerklichen Lächeln: „Versprechen.“

Ich verließ das Penthouse, das Gefühl, in einem Traum gefangen zu sein, immer noch stark. Die Stadtlichter schienen heller, die Musik in meinem Kopf lauter. Ich hatte einen Vertrag unterschrieben. Einen Vertrag, der mein Leben auf den Kopf stellen würde. Ich hatte zugestimmt, die Verlobte eines mächtigen Mannes zu spielen. Aber tief in mir spürte ich, dass dies kein einfaches Spiel sein würde. Und dass die Schulden, die ich nun abbezahlte, vielleicht nur die Spitze eines Eisbergs waren. Der Weg vor mir war ungewiss, und ein leises Gefühl der Bedrohung schlich sich in mein Herz.

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